eBook Journal

 
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Der Umwelt wegen, eBooks.

BenutzerBeitrag

18:27
18. Juni 2009


Babba66299

Member

Beiträge 6

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr tragbare Lesegeräte, Mini-Computer oder Netbooks, mit denen man ganze Bibliotheken mit sich führen kann. Die Bücher, die man mit diesen Lesegeräten und Computer lesen kann, nennt man "eBooks". Diese eBooks sind Bücher, die als digitale Datei im Angebot sind. Trotzdem sind es richtige Bücher. Nicht der Ledereinband macht ein gutes Buch aus, sondern der Inhalt.

Aber ohne Papier scheint nichts mehr zu funktionieren. Jedes Jahr verbraucht der Bundesbürger durchschnittlich 236 kg Papier für Kaffeefilter, Zeitung, Magazin, Getränkekarton, Büropapier oder Taschentuch (Stand 2004). Mit der Entwicklung der Computertechnik wurde das „papierlose Büro" vorausgesagt. Doch davon sind wir weit entfernt. Der Papierverbrauch hat sich seit 1950 mehr als versiebenfacht – Tendenz steigend. Darum sollten wir nicht den Mann mit der Motorsäge verurteilen, der verbotenerweise in Geschützen Regenwälder Bäume fällt; sondern uns selbst. Ganze Landstriche wurden bereits für die Papierproduktion abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet. Leidtragende sind wie immer die einheimischen Bewohner sowie die Tier- und Pflanzenwelt. Neben dem Waldverbrauch ist die Papierherstellung ein Ressourcen verbrauchender Prozess. Darüber hinaus ist die Papierindustrie der fünftgrößte industrielle Energieverbraucher weltweit. Die Papierindustrie verschmutzt vor allem auch in den Entwicklungsländern die Flüsse durch schlecht geklärtes Abwasser.

Darum sollten wir einmal nachdenken ob es wirklich sooooo unbequem ist, wenn man ein Buch an einem Netbook oder Lesegerät liest? Man kann auch die Fernsehzeitschrift auf den PC bestellen. Siehe TV-Genial (Hörzu)! Auch die News kann man auf den PC, und neuerdings auch auf das Lesegerät, abonnieren.

Aber, sind wir überhaupt bereit umzudenken? Sind wir überhaupt imstande dazu? Obwohl diese Fakten lange bekannt sind, sind wir nicht bereit dies zu akzeptieren und wahrzunehmen. Wir können aus unserem eingefahrenen Lebensverhalten nicht raus. Von Menschen die viel lesen, erwartet man eigendlich nicht, dass sie empört abwinken und verächtlich mit den Augen rollen, wenn man sie darauf anspricht. Wir beschweren uns, dass der Regenwald abgeholzt wird, ändern aber nicht unser Verhalten. Wir haben die Säge in der Hand; nicht der Mann im Wald. Sägen wir weniger Bäume ab! Helfen Sie mit!

Und das Regal im Wohnzimmer sieht auch schöner aus wenn dort "symbolisch" Bonsaibäume stehen, statt Potter und Eragon.

Viele Grüße

Rüdiger Janson

http://www.janson-ruediger.de